Jan Hördemann - Lichtdesign

Projekte / Wer hat meinen Vater umgebracht

nach Édouard Louis

aus dem Französischen von Hinrich Schmidt-Henkel

Édouard Louis ist jung und zornig und erhebt seine Stimme gegen jede soziale Ungerechtigkeit. Sein Credo als Schriftsteller lautet: „Literatur muss kämpfen, für all jene, die selbst nicht kämpfen können.“ Louis weiß, wovon er spricht. Als Jugendlicher verlässt er sein Zuhause, weil er die Enge nicht länger erträgt, die Ablehnung und Gewalt, die er von seinen Eltern, vor allem seinem Vater, erfährt. Er beginnt ein neues Leben als junger schwuler Mann in Paris, macht aus seiner Lebensgeschichte einen Roman, das wütende Dokument einer Selbstbefreiung: Das Ende von Eddy. Er wird der Shootingstar der Literatur- und Intellektuellenszene Europas. Aber er ist nicht fertig mit der Geschichte seiner Familie – die auch die Geschichte einer Generation und eines Landes ist. Als Kind hat Louis miterlebt, wie sein Vater nach einem Arbeitsunfall Opfer der Sozialkürzungen wurde und nur noch als Straßenfeger arbeiten konnte. Richtete sich Louis’ Wut in seinem ersten Buch gegen seine Eltern, ist er in Wer hat meinen Vater umgebracht voller Mitgefühl für seinen Vater und versteht nun dessen Wutausbrüche und Verzweiflung. Seine Rückkehr zu ihm wird zu einer tief bewegenden Hommage an den eigenen Vater und dessen gescheiterte Träume.

Premiere:
31.10.21

Regie:
Mateusz Staniak

Mit:
Mourad Baaiz, Lotte Becker, Veronika Nickl, Christian Paul, Pit Prager, Christian Scheid, Mischa Warken, Alexander Wertmann

Bühne:
Lan Anh Pham

Kostüm:
Lasha Iashvili

Lichtdesign:
Jan Hördemann

Musik/sounddesign:
George Dhauw

Choreografie:
Arne Luiting

Dramaturgie:
Jasmin Maghames

Venue:
Kammerspiele Bochum

Bilder:
JU Bochum

Text:
Schauspielhaus Bochum

Die Unendliche Geschichte Wer hat meinen Vater umgebracht Der Kissenmann